Präventionskonzept

Ein Präventionskonzept ist ein klares, verbindliches und wirksames Versprechen sowie ein strukturierter Handlungsrahmen, der dazu dient, eine Kultur der Achtsamkeit zu etablieren und verbindliche Regeln für den Umgang miteinander festzulegen. 

Alle Menschen haben ein Recht auf sichere Räume, in denen sie sich entfalten können. Schutz vor Machtmissbrauch, Diskriminierung sowie physischer und psychischer Gewalt ist ein Grundrecht jedes Menschen und es ist eine zentrale Pflicht jedes Vereins, sicherzustellen, dass dieses Grundrecht mit einer Null-Toleranz-Politik gewahrt wird.

Der erste Schritt ist dementsprechend eine klare Haltung:

Der Verein bekennt sich aktiv zu Diversität, Gleichstellung und respektvollem Umgang, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Behinderung, Religion oder sexueller Orientierung

Hier ist zum Beispiel eine gemeinsame Respekt-Charta oder ein Code of Conduct (Verhaltenskodex) sinnvoll, in dem verbindlichen Regeln für alle internen sowie externen Beteiligten festgehalten werden und der somit schon als wertvolle Präventionsmaßnahme gilt.

Prävention beginnt dementsprechend dort, wo sich Institutionen bewusst mit ihrer Haltung, ihren Werten und deren Wirkung auseinandersetzen. Sie bedeutet nicht Kontrolle, sondern die Schaffung von Vertrauen, Respekt und Klarheit. Sie ist Ausdruck der Fürsorgepflicht eines Vereins.

Ein Präventionskonzept macht deutlich, dass Rechte ernst genommen und Risiken sowie Situationen mit erhöhtem Gefährdungspotential systematisch erkannt und bearbeitet werden. Offene und ehrliche Kommunikation schafft dabei Vertrauen – nach innen wie nach außen.

Verantwortung allein genügt nicht – sie braucht verlässliche Rahmenbedingungen und Struktur. Ein Präventionskonzept übersetzt Haltung in konkretes Handeln: durch klare Abläufe und Meldewege beziehungsweise durch Notfallpläne, definierte Zuständigkeiten.

Beispiel: Eine Vertrauensperson, klare Ansprechpartner:innen oder Awareness-Teams vor Ort.

Und verbindliche Regeln, die Prävention im Zusammenspiel wirksam und nachvollziehbar machen. 

Erfahrung aus dem Arbeitsfeld gepaart mit einem Blick von außen schafft wirksame Prävention, denn erst im Zusammenspiel von verschiedenen Perspektiven werden Graubereiche sichtbar. Zudem sollten Vorfälle klar und anonymisiert dokumentiert werden, damit Prozesse analysiert und verbessert werden können. Ebenso sollten Erfahrungen und Feedback aus vergangenen Veranstaltungen einbezogen werden. Denn nur die konstante Auseinandersetzung, Reflexion und Weiterentwicklung mit dem eigenen Aufgabenfeld sowie die regelmäßige Sensibilisierung durch Fortbildungen und Workshops schafft nachhaltige Strukturen.

Weitere Infos und Webinare zu dem Thema findet ihr hier:

https://vertrauensstelle.at/pravention/

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